Spritsparendes Fahren – so geht’s!

Die Gänge konsequent bis zur vollen Umdrehung ausfahren, den Reifendruck nur sporadisch checken, und auch den Dachgepäckträger haben Sie seit dem letztem Skiurlaub noch nicht abmontiert. Diese Bequemlichkeiten kosten Sie vor allem eines: Sprit – und dadurch bares Geld! Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, mit denen Sie mit Ihrem Fahrzeug Sprit sparen und so Ihren Geldbeutel schonen!

Die Grundlage: Ein gepflegter Motor

Ein Motor, der gut in Schuss ist, zahlt sich immer aus – auch für ein spritsparendes Fahren. Sind alle Komponenten in einem technisch einwandfreien Zustand, senkt das erwiesenermaßen den Spritverbrauch. Achten Sie darauf, dass die Zündkerzen nicht abgenutzt sind und auch der Luftfilter regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht wird. Den Luftfilter können Sie mit ein wenig technischem Know-how selbst reinigen, bei den Zündkerzen empfiehlt sich eine Fahrt in die Werkstatt Ihres Vertrauens.

Vorausschauend fahren

Jeder Tritt auf das Gas- oder Bremspedal kostet Energie und dadurch Sprit – das sollten Sie sich bewusst machen. Das heißt natürlich nicht, dass Sie ab sofort das Bremsen einstellen sollen. Besser: Im Verkehr mitschwimmen, also mit einer konstanten Geschwindigkeit fahren und heftiges Beschleunigen und Abbremsen vermeiden. Die Motorbremse ist Ihr guter Freund – dank der Schubsperre verbraucht sie bei nahezu allen Motoren keinen Sprit. Durch das konstante und vorausschauende Fahren senken Sie außerdem nicht nur Ihren Spritverbrauch, sondern reduzieren den Verschleiß und die Unfallgefahr!

Früh hoch, spät runter schalten

Gerade als Sportwagen-Fan werden Sie diesen Punkt nicht gerne hören – Sie sollten ihn trotzdem befolgen, wenn Sie Sprit sparen möchten. Die Gänge voll auszufahren, mag sich zwar beeindruckend anhören, kostet Sie allerdings eine Menge Kraftstoff. Wählen Sie daher unmittelbar nach dem Anfahren den zweiten Gang und schalten Sie dann frühzeitig – bei etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute – die Gänge hoch. Bei dieser Drehzahl laufen die meisten Motoren übrigens auch am sparsamsten. Umgekehrt können Sie alle Gänge untertourig so lange fahren, bis Ihr Wagen beim Gas geben anfängt zu ruckeln. So ist es problemlos möglich, selbst in der Stadt – abhängig von Fahrzeugart und Getriebetyp – im 5. Gang im Verkehr mitzuschwimmen.

20 Sekunden Stillstand – Motor aus!

Sie kennen das: Die Ampel springt, ein Fahrzeug vor Ihnen, auf Gelb – und sie müssen frustriert stehen bleiben und warten. Kein Grund für allzu großen Verdruss! In Ihrer Wartezeit können Sie wenigstens prima Sprit sparen. Bereits ab 20 Sekunden Stillstand lohnt es sich, den Motor auszustellen – bei modernen Fahrzeugen kann es sich bereits ab 10 Sekunden rentieren. Grundsätzlich gilt, dass ein kalter Motor mehr Sprit verbraucht als ein warmgelaufener. Nach etwa 4 Kilometern hat der Motor unter normalen Umständen seine ideale Temperatur erreicht – vermeiden Sie also Kurzstrecken, wann immer es geht.

Geringer Reifendruck verursacht hohen Rollwiderstand

Auch ein zu geringer Reifendruck führt zu einem erhöhten Spritverbrauch, da Ihr Auto mit einer größeren Fläche auf der Straße aufliegt und sich der Rollwiderstand dadurch erhöht. Hier gelten keine Ausreden: Bei jedem Tankstellenbesuch können Sie den Druck Ihrer Reifen überprüfen und bei Bedarf selbst korrigieren. Der Tankvorgang selbst nimmt zwar schon genug Zeit in Anspruch – Sie sollten dennoch regelmäßig ein paar zusätzliche Minuten Ihrer Zeit opfern, um den Reifendruck zu überprüfen und anzupassen. Den empfohlenen Wert finden Sie im Bedienungshandbuch und oftmals auch im Tankdeckel.

Klimaanlagen nur nutzen, wenn es Sinn macht

Mit Zusatzausstattung wie Klimaanlage oder Sitzheizung lassen Sie es sich im Auto zwar gutgehen – Ihrem Tank und Ihrem Portemonnaie gefallen diese „Verschwender“ allerdings gar nicht. Der Grund: Die Energie für den Betrieb zieht sich Ihr Wagen über den Motor und dadurch über den Sprit. So kann Ihr Wagen bei voll eingeschalteter Klimaanlage schnell bis zu einem Drittel mehr Kraftstoff verbrauchen. Achten Sie also darauf, dass sie die bequemen Helferlein nur dann einschalten, wenn es wirklich sinnvoll ist. Heißt: Im Sommer lieber vor Fahrtantritt gut durchlüften und dann bei geschlossenen Fenstern und eingeschalteter Klimaanlage losfahren, statt mit aufgedrehter Klima und offenen Fenstern loszubrausen.

No-Go voller Kofferraum

Ein weiter Faktor für ein spritsparendes Fahren, den Sie im Handumdrehen optimieren können: die Beladung Ihres Autos. Achten Sie darauf, kein unnötiges Gepäck in der Gegend herumzufahren – weder im Kofferraum, noch auf dem Dach. Ein Zusatzgewicht von 100 Kilogramm kann schnell einen Mehrverbrauch von einem halben Liter auf 100 Kilometer verursachen. Halten Sie daher Ihr Auto unbedingt sauber, ordentlich und aufgeräumt – dem Wohlfühlfaktor im Auto und Ihrem Geldbeutel zuliebe.

Zum richtigen Zeitpunkt tanken

Natürlich kann man auch beim Tankvorgang selbst ordentlich sparen. Vermeiden Sie es, am Wochenende und an Autobahnraststätten zu tanken – hier kann der Liter im Extremfall bis zu 20 Cent mehr kosten! Neuen Analysen zufolge tanken Sie unter der Woche gegen 21 Uhr am günstigsten – bevor der Sprit dann ab 22 Uhr wieder deutlich teurer wird. Seit 2013 müssen Tankstellenbetreiber Ihre Preise offenlegen und sie an die Markttransparenzstelle durchgeben. Diese wiederrum leiten die Preise an verschiedene Apps und Info-Seiten weiter, auf denen Sie sich aktuell über die besten Preise in Ihrer Nähe informieren können. Auch der ADAC bietet eine solche Übersicht an und hilft Ihnen so, bares Geld zu sparen. Wir wünschen Ihnen eine gute und spritsparende Fahrt!