Gesetzliche Weiterbildung für Lkw-Fahrer bei nasser Fahrbahn
Gesetzliche Weiterbildung für Lkw-Fahrer mit Freude am Fahren

Gesetzliche Weiterbildung für Lkw-Fahrer

Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) gilt für alle gewerblich tätigen Berufskraftfahrer im Güter-und Personenverkehr, also Inhaber der Fahrerlaubnisklassen C/CE, C1/C1E.

Weiterbildung im Fünf-Jahres-Rhythmus

Das Gesetz betrifft

  • Berufseinsteiger
  • Fahrer mit Fahrerlaubnis
  • Fahrer, die nur aushilfsweise gewerblich Lkw fahren
  • Arbeitgeber, die gewerblich tätige Lkw-Fahrer beschäftigen

Das erwartet Sie bei der gesetzlichen Weiterbildung für Lkw-Fahrer:

Gesetzliche Regelungen

Die Regelungen verankern die Aus- und Weiterbildung im Gesetz. Tätigkeitsbezogene Fähigkeiten und Kenntnisse müssen im Fünf-Jahres-Rhythmus nachgewiesen werden. Die Regelungen im Einzelnen:

  • Für Lkw-Fahrer gelten die Regelungen seit dem 10.09.2009
  • Berufseinsteiger, die ihre Fahrerlaubnis erwerben, absolvieren eine Prüfung*. Nach fünf Jahren muss die erste abgeschlossene Weiterbildung nachgewiesen werden.
  • Fahrer mit Fahrerlaubnis absolvieren alle fünf Jahre die gesetzliche Weiterbildung und weisen sie nach. Zum ersten Mal musste die Weiterbildung bis zum 10.09.2014 nachgewiesen werden.

* Zwei Möglichkeiten des Nachweises: 

Zum einen gilt die „Grundqualifikation“, beispielsweise durch eine Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer oder eine mehrstündige Prüfung bei der IHK, zum anderen die „beschleunigte Grundqualifikation“ durch Teilnahme an einer Schulung und Ablegen einer Prüfung. 

Ziele

Die Weiterbildung dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit, einer Verbesserung der wirtschaftlichen Fahrweise durch niedrigeren Kraftstoff.

Nachweis

Der Nachweis besteht in einer gesetzlich anerkannten Teilnahmebestätigung und einem Eintrag der Schlüsselnummer 95 in den Führerschein. Fahrweise durch niedrigeren Kraftstoffverbrauch und damit einer Senkung des Kostendrucks und der Umweltbelastung.

Folgen bei Nichtbeachtung

  • Fahrer, die ohne Qualifikation fahren, müssen mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 EUR rechnen
  • Unternehmern, die Fahrten ohne entsprechende Qualifikation anordnen oder zulassen, droht ein Bußgeld von bis zu 20.000 EUR

Umfang der Weiterbildung

Eine vollständige Weiterbildung beinhaltet 35 Zeitstunden. Im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hockenheimring werden diese an 5 Seminartagen absolviert. Pro Tag wird in 7 Stunden eines der 5 Module behandelt.

Genaue Inhalte der Module und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie unter dem Navigationspunkt Module & Preise.

Was der ADAC Ihnen bietet

Unsere langjährige Erfahrung im Training für Lkw-Fahrer macht uns zu Ihrem starken Partner bei der Fahrer-Weiterbildung. Wir bieten Ihnen außerdem:

  • bundesweiten Full-Service aus einer Hand inklusive Beratung und Koordination
  • größtmöglichen Praxisanteil bei allen Modulen 
  • bundesweit einheitlich hohe Qualitäts-Standards
  • hohe Kompetenz aus langjähriger Erfahrung
  • erfahrene, fachlich und didaktisch geschulte Trainer sowie
  • auf Anfrage geschlossene Gruppen für Ihr Unternehmen

Förderung

Die ADAC Weiterbildungsmaßnahmen werden zurzeit gefördert und mit bis zu 70 % bezuschusst. Gerne beraten wir Sie bei Fragen zur Förderung.

Empfehlungen

Beginnen Sie rechtzeitig mit der Weiterbildung, sodass Sie nicht am Ende der Fünf-Jahres-Frist alle Module auf einmal absolvieren müssen.

Sparen Sie Kosten: Werden gleichzeitig Fahrerlaubnis-Verlängerung und Weiterbildungsnachweis in den Führerschein eingetragen, ist nur eine Gebühr fällig (alle fünf Jahre).

Hinweis zur Synchronisation Führerschein/Weiterbildung

Es besteht die Möglichkeit, die Frist für die Weiterbildung und die Gültigkeitsfrist Ihres Führerscheins auf denselben Zeitpunkt zu legen. So müssen Sie Ihre Fahrerlaubnis nur einmal statt zweimal aktualisieren lassen.

Endet die Frist für die Weiterbildung, bevor Ihre Fahrerlaubnis abläuft, kann die Frist für die Weiterbildung auf Antrag nach hinten verschoben werden und läuft dann gleichzeitig mit der Fahrerlaubnis ab. Die Frist kann um maximal zwei Jahre verlängert werden.

Bei Lkw-Fahrern muss der Nachweis somit bis spätestens September 2016 erfolgen