Machen Sie sich fit für den Start der Motorradsaison

Bild über die Schulter eines Motorradfahrers auf die Straße mit einem Ausschnitt des Tachos

Haben Sie sich den 1. April auch dick und fett in Ihrem Kalender angestrichen? Damit gehören Sie zu den knapp 4,5 Millionen Motorrad-Liebhabern in Deutschland, die sehnsüchtig auf den Start der neuen Motorradsaison hin fiebern. Die gute Nachricht: Das Warten hat bald ein Ende! Doch Vorsicht: Bereiten Sie sowohl Ihre Maschine als auch sich selbst vor der ersten Spritztour auf das Abenteuer vor. Hier verraten wir Ihnen, was es beim Start in die neue Saison zu beachten gilt.

Gut eingepackt ist die halbe Miete

Voller Vorfreude motten Sie Ihr verstautes Bike aus – und erkennen es überhaupt nicht wieder! Sie hätten schwören können, dass der Lack im letzten Jahr noch knallrot glänzte, doch nun präsentiert sich Ihnen Ihr Bike im matschigen Braun. Dreck, Rost und Frost setzen Ihrem Motorrad über den Winter zu – vor allem, wenn Sie es nach dem letzten Ausritt im Herbst ungeputzt und lieblos in eine Plane gewickelt haben. Nun heißt es also erstmal: Schrubben, schrubben, schrubben und die Maschine auf rostige Stellen untersuchen.

Unser Tipp: Motten Sie Ihr Motorrad im Winter sauber, sicher und kältegeschützt ein, denn dann sparen Sie sich im Frühjahr viel Zeit und Arbeit beim Putzen. Parken Sie es also im besten Fall im Warmen oder wenn möglich zumindest in einer Garage, denn im Freien kriechen Kälte und Feuchtigkeit auch unter die dickste Plane.

Technik-Basics überprüfen

Nun überprüfen Sie die wichtigsten Bauteile, um Ihre Maschine startklar zu machen. Setzen Sie eine ausreichend gefüllte und geladene Batterie ein. Gerade elektrische Komponenten wie Lichtanlage und Blinker sind anfällig für Wetterschäden und sollten daher auf jeden Fall überprüft werden. Zum Glück geht dies spielend leicht vonstatten, bei Bedarf ist auch das Austauschen von Lampen mit ein wenig Know-how schnell erledigt.

Nun sind die Bremsen an der Reihe: Bocken Sie Ihr Motorrad auf und schauen Sie, ob sich die Räder frei drehen lassen. Ist das nicht der Fall, ist der Gang oder die (Auto!) -Fahrt in die Garage unausweichlich. Wenn die Bremszüge etwas klemmen, wirken ein paar Tropfen Öl wahre Wunder. Bei dieser Gelegenheit spannen Sie ebenfalls die Antriebskette und behandeln sie mit einem geeigneten Schmiermittel. Doch Vorsicht: Das Öl darf niemals auf die Bremssättel gelangen, da die Funktion der Bremen sonst nicht mehr gewährleistet ist. Generell sollten Sie bei der kleinsten Unsicherheit die Fahrt in die Werkstatt auf sich nehmen – Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe.

Auch die Flüssigkeiten werden überprüft. Füllen Sie Motoröl, Kühl- und Bremsflüssigkeit nach oder tauschen Sie sie nach dem Winter gegebenenfalls aus. Merken Sie sich idealerweise die Füllstände aus dem Winter, um undichte Stellen auszumachen und dementsprechend handeln können. Zu guter Letzt unterziehen Sie die Reifen Ihres Motorrads einem kritischen Blick. Checken Sie zunächst den Luftdruck und passen ihn unter Umständen an. Die Pneus sind porös, rissig oder weisen eine Profiltiefe von unter 1,6 Millimetern auf? Dann heißt es nichts wie hin zum Reifenhändler Ihres Vertrauens!

Die Maschine ist nur so gut wie ihr Fahrer

Ihr Motorrad ist bereit für den Saisonstart – sind Sie es auch? Gerade nach dem langen Winter neigen manche Fahrer zum übermütigen Fahren und unterschätzen die Folgen der langen Pause auf die Fahrroutine. Tasten Sie sich langsam heran und machen Sie sich mit der Straße und dem Motorrad vertraut. Je nach Wetterlage lauern auf schattigen Straßenabschnitten oder Brücken immer noch vereiste und glatte Stellen – eine zu hohe Geschwindigkeit sorgt zusätzlich für Gefahr. Auch Salz und Rollsplit verwandeln die Strecke teilweise in eine Schlitterbahn, auch durch den Bodenfrost verursachte Schlaglöcher sorgen hier und da für böse Überraschungen.

Auch Ihr Equipment hat vor der ersten Fahrt einen kleinen Check verdient. Ein verkratztes oder milchiges Visier wird vor allem bei der tiefstehenden Sonne im Frühjahr zum Verhängnis. Tauschen Sie es bei Bedarf aus, um den Durchblick zu behalten. Ihre Schutzbekleidung sollten Sie ebenfalls begutachten und sich gegebenenfalls neu einkleiden. Lassen Sie sich dabei nicht vom milden Wetter täuschen: Sobald die Sonne untergegangen ist, fällt die Temperatur auch im Frühling rasant ab – packen Sie also den Mundschutz und die dicken Handschuhe noch nicht weg!

Nicht nur Sie müssen sich eingewöhnen

Machen Sie sich stets bewusst: Während Sie in der Winterpause waren, haben sich Autofahrer an die Abwesenheit von Motorrädern auf den Straßen gewöhnt – und reagieren vielleicht einfach langsamer auf Sie. Seien Sie also stets bremsbereit und achten Sie besonders beim Abbiegen auf den Gegenverkehr – damit ein Unglück gar nicht erst passieren kann.

Damit Sie lernen, kritische Situationen effektiv zu vermeiden, bieten wir Ihnen in unseren zahlreichen Motorrad-Trainings die optimale Vorbereitung auf die neue Saison. Gerade unser (Wieder-)Einsteiger-Training gibt Ihnen das Gefühl für die Straße zurück und hilft Ihnen, Vertrauen in sich und Ihre Maschine zu finden. Mit unseren Tipps und dem passenden Fahrsicherheitstraining starten Sie gut in die neue Motorradsaison – wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt!