Falschparker: Welche Strafen drohen wo?

Aufnahme einer Straße mit Autos sowie einem Parkverbotsschild.

Spät dran, wichtiger Termin – und alle Parkplätze sind belegt. Wer kennt es nicht? Um rechtzeitig anzukommen, parken Sie vor einer Hofeinfahrt, in zweiter Reihe oder im Parkverbot – und riskieren damit eine Geldbuße zwischen 10 und 70 Euro über Punkte in Flensburg bis hin zu einem abgeschleppten Auto. An welchen Stellen Sie Ihr Fahrzeug nicht parken sollten und mit welchen Strafen Sie dort rechnen müssen, erfahren Sie hier.

Hier ist Parken verboten

Ob im Halteverbot, an Taxenständen oder vor Feuerwehrzufahrten: Wer in diesen Bereichen parkt, spielt bewusst mit dem Feuer. Trotzdem werden hier jedes Jahr so viele Knöllchen für Falschparken vergeben, dass die Missachtung des Park- und Halteverbots die Rangliste der häufigsten Verkehrsdelikte auf deutschen Straßen anführt. Grundsätzlich sollten Sie Stellen meiden, die mit einem Halteverbotsschild gekennzeichnet sind – Parken ist dort erst recht untersagt. Übrigens: Laut Verkehrsrecht ist bereits dann von Parken die Rede, wenn Sie entweder länger als drei Minuten halten oder Ihr Auto verlassen und sich außer Sichtweite begeben. An folgenden Stellen riskieren Sie eine saftige Strafe:

  • an engen, schmalen und an unübersichtlichen Straßenstellen
  • auf Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen
  • auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen
  • im Bereich von Gehwegen, Fußgängerüberwegen und Bahnübergängen
  • vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten
  • vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu 5 Meter zur Fahrbahnkante
  • vor Grundstücksein- und -ausfahrten
  • auf Schachtdeckeln und Sperrflächen
  • vor Bordsteinabsenkungen
  • vor Lichtzeichen
  • in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten Stellen
  • auf mit einem Parkverbot gekennzeichneten Stellen wie Privatgrundstücken

Je gefährlicher die Situation, umso höher das Strafmaß

Grundsätzlich gilt: Je stärker der Falschparker die Sicherheit anderer gefährdet, umso teurer wird’s im Nachhinein. Im verkehrsberuhigten Bereich droht Ihnen – wie auch beim Parken ohne gültigen Parkschein – das Mindestmaß von 10 Euro Buße. Im (eingeschränkten) Halteverbot, an unübersichtlichen Straßenstellen sowie scharfen Kurven belaufen sich die Kosten bereits auf 15 Euro. Behindern Sie Fußgänger, Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer durch Parken auf Geh- und Radwegen oder in zweiter Reihe, werden 20 Euro fällig. Auch dass Schwerbehinderten-Parkplätze (Bei)Fahrern mit entsprechendem Ausweis vorbehalten sind, versteht sich von selbst – und gebietet die Nächstenliebe. Stellen Sie Ihr Fahrzeug hier ohne Berechtigung ab, müssen Sie mit einer Strafe von 35 Euro rechnen. Das Gleiche gilt übrigens für das Blockieren von Feuerwehrzufahrten.

Noch teurer wird’s, wenn das Falschparken Rettungsmaßnahmen gefährdet: Wer beim Parken an Engstellen im Unglücksfall Rettungsfahrzeuge behindert, nimmt neben einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro auch einen Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister in Kauf. Satte 70 Euro Strafe plus einen Punkt in Flensburg – und damit das Höchstmaß – riskieren Sie beim Parken auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen.

Im schlimmsten Fall entscheidet sich die Stadt, die Gemeinde oder der Eigentümer, dessen Privatparkplatz Sie belegen, für das Abschleppen Ihres Fahrzeugs. Abhängig vom Aufwand, Anfahrtsweg und Preis des beauftragten Abschleppunternehmens können für Sie als Fahrzeughalter weitere Kosten zwischen 200 und 400 Euro anfallen.

Falschparker in Sicht – was tun?

Verbalattacken starten, Scheiben verschmieren oder zuparken: Solche Selbstjustizmaßnahmen gegen Falschparker gehen schnell nach hinten los. Auch privat den Abschleppdienst zu rufen, sollte wohl überlegt werden, da Sie in diesem Fall zunächst in Vorkasse gehen. Fehlt vom Fahrzeughalter längere Zeit jede Spur, können Sie die Polizei verständigen: Diese veranlasst die Räumung, wenn eine Störung des öffentlichen Verkehrs vorliegt.

Richtig parken, wo es erlaubt ist

Was viele Autofahrer nicht wissen: Auch für zu großzügiges Parken können Sie ein Bußgeld kassieren – auf Parkplätzen blechen Sie zum Beispiel 10 Euro. Es lohnt sich also, ausreichend Zeit einzuplanen und einmal mehr zu rangieren, bis das Auto innerhalb der gekennzeichneten Parkflächen steht. Achten Sie außerdem darauf, ausreichend Platz zum Ein- und Aussteigen sowie genügend Spielraum für das Rangieren zu lassen. Das freut auch Ihre Parknachbarn – und gegebenenfalls Ihren Lack!

Für alle, die komplexe Fahrsituationen im Straßenverkehr trainieren und mehr Kontrolle über ihr Fahrzeug gewinnen wollen, lohnt sich ein Pkw-Intensiv-Training beim Fahrsicherheitszentrum Hockenheimring. Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt!