Autofahren im Herbst – eine Herausforderung

Rotes Auto bedeckt mit gelben Blättern

Bunte Blätter, Regenwetter und kalte Temperaturen – der Herbst ist da! Eine Jahreszeit, die Autofahrer mächtig ins Schwitzen bringen kann, trotz Kälte. Wenn die Tage wieder kürzer werden, gesellen sich zum ganz normalen Verkehrswahnsinn auf der Straße jede Menge weitere Herausforderungen. Wie Sie trotzdem sicher ans Ziel kommen und Ihr Auto fit für den Herbst machen, erfahren Sie hier.

Mit diesen Tipps fahren Sie sicher durch den Herbst

Wer kennt sie nicht, die Tücken, die das Autofahren im Herbst mit sich bringt: Eingeschränkte Sicht, verlängerte Bremswege und nicht selten wird die Fahrt zur Rutschpartie. Unsere fünf Tipps helfen Ihnen, Unfälle zu vermeiden und Hindernisse zu umfahren:

1. Sehen und gesehen werden

Herbsttage sind trüb und dunkel, zusätzlich verschlechtern Regen und Nebel den Blick auf die Fahrbahn. Befreien Sie Ihre Scheiben von Laub, Dreck und Schlieren – für eine freie Sicht auf den Straßenverkehr. Wenn Sie nicht wollen, dass aus Ihrem Auto ein Feuchtbiotop wird, müssen Sie das Laub aus allen Ritzen und Fugen Ihrer Karosserie entfernen. Ansonsten sorgt eine verstopfte Lüftung für nasse Fußmatten und vor allem beschlagene Scheiben.

Früh hoch, spät runter schalten

Gerade als Sportwagen-Fan werden Sie diesen Punkt nicht gerne hören – Sie sollten ihn trotzdem befolgen, wenn Sie Sprit sparen möchten. Die Gänge voll auszufahren, mag sich zwar beeindruckend anhören, kostet Sie allerdings eine Menge Kraftstoff. Wählen Sie daher unmittelbar nach dem Anfahren den zweiten Gang und schalten Sie dann frühzeitig – bei etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute – die Gänge hoch. Bei dieser Drehzahl laufen die meisten Motoren übrigens auch am sparsamsten. Umgekehrt können Sie alle Gänge untertourig so lange fahren, bis Ihr Wagen beim Gas geben anfängt zu ruckeln. So ist es problemlos möglich, selbst in der Stadt – abhängig von Fahrzeugart und Getriebetyp – im 5. Gang im Verkehr mitzuschwimmen.

Noch viel wichtiger: Ihre Beleuchtung. Das Tagfahrlicht moderner Autos ist zu schwach, um sich gegen Nebel und verhangene Wolken durchzusetzen, deshalb heißt es Abblendlicht anschalten – auch bei Tag oder in der Dämmerung. Das hat zwei Vorteile: Sie sehen besser, was vor Ihnen liegt, und andere Verkehrsteilnehmer können Sie schon von Weitem erkennen.

Achtung! Die Nebelschlussleuchte dürfen Sie nur bei unter 50 m Sicht verwenden, sonst kostet es 20 Euro Strafe. Kleiner Tipp zur Orientierung: Die Leitpfosten am Straßenrand haben immer einen Abstand von 50 m.

2. Fuß vom Gas!

Ist die Straße von nassem Laub, Schlamm oder Dreck bedeckt, kann das Auto schon mal ins Schleudern kommen. Für Sie heißt das: Geschwindigkeit drosseln und Fahrweise an die Wetterverhältnisse anpassen. Mit beiden Händen fest am Lenkrad reagieren Sie schneller und besser auf Hindernisse. Gerade auf Brücken oder in Waldschneisen ist besondere Vorsicht geboten, da es hier zu kräftigem Seitenwind kommen kann. Noch ein Grund langsamer zu fahren: Fahrradfahrer und Fußgänger können Ihren Weg kreuzen – und in Dunkelheit und Nebel vielleicht nicht auf den ersten Blick erkennbar sein.

3. Winterreifen schon im Herbst

Das Wetter ist unberechenbar, und manchmal steht der Winter schneller vor der Tür als erwartet. Scheuen Sie sich nicht, Ihr Fahrzeug in einem sehr kalten Herbst schon frühzeitig mit Winterreifen zu bestücken. Schon bei Temperaturen von unter drei Grad kann die Fahrbahn gefrieren. Aber auch ohne Frost haben Sie mit Winterreifen einen viel besseren Halt und bewegen sich sicherer auf der Straße.

4. Wenn es wild wird auf der Fahrbahn

Insbesondere im Morgengrauen und in der Abenddämmerung eine Gefahr: Wildtiere. Sind Hirsch, Reh und Co. auf der Suche nach Nahrung oder wandern während der Brunftzeit durch die Wälder, kann es zu ungewollten Begegnungen auf der Straße kommen. Achten Sie deshalb unbedingt auf Schilder, die vor Wildwechsel warnen, um einen Zusammenstoß mit einem der Waldbewohner zu vermeiden.

5. Nicht unter Bäumen parken

Wer keine Garage besitzt, muss draußen parken. Wichtig hierbei: Stellen Sie Ihr Auto auf keinen Fall direkt unter einem Baum ab! Bei Unwetter und Sturm können abfallende Äste zu zerstörerischen Geschossen werden und fiese Dellen und Kratzer auf Ihrem Wagen hinterlassen. Stürzt der gesamte Baum um, sind Sie besser gut versichert.

Machen Sie Ihr Auto fit für den Herbst

Mit diesen Tipps tragen Sie aktiv zur eigenen Sicherheit im herbstlichen Verkehr bei. Aber nicht nur Ihr Fahrstil, auch der Zustand Ihres Wagens ist entscheidend. Gehen Sie auf Nummer sicher und unterziehen Sie Ihr Auto vor dem Winter einem Check in einer Werkstatt. Ist die Beleuchtung intakt, haben die Winterreifen genug Profil und halten Scheibenwasser und Wischblätter auch frostigen Temperaturen stand? Diese und viele andere Fragen kann Ihnen ein Profi beantworten – und Ihren Wagen bei Bedarf direkt für die herbstlichen Widrigkeiten rüsten.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann sich einen Platz für das Pkw-Winterfit-Kompakt-Training sichern. Damit sind Sie nicht nur für den Herbst, sondern auch für die Wintersaison gewappnet: Lernen Sie in realistischen Simulationen, wie Sie Ihr Fahrzeug fest im Griff haben – auch in brenzligen Situationen.