Formel-1-Piloten nehmen Fahrstunde im Lkw
Hispana Racing stattet dem ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hockenheimring einen lehrreichen Besuch ab.

Die Mitglieder des HRT-Teams im Cockpit des MAN-Trucks.

Bruno Senna im Subaru bei seiner Fahrt über die Gleitfläche.

Die Fahrer und Organisatoren: Klaus Kerschensteiner (VBZ), Karun Chandhok, Steffi Kache, Bruno Senna, Sakon Yamamoto und Steffen Nordmann (ADAC FSZ Hockenheimring). vlnr

Der Contest von oben.

Sakon Yamamoto im Truck beim Contest.

Bruno Senna am Sonntag in seinem Dienstwagen.

Bruno Senna in der Südkurve des Hockenheimrings.
Bevor die Formel-1-Piloten am Wochenende auf dem Hockenheimring um den Großen Preis von Deutschland kämpfen, trugen die Fahrer von Hispana Racing im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum einen besonderen Wettstreit aus: Bruno Senna, Karun Chandhok und Sakon Yamamoto tauschten ihre Boliden gegen Lkw ein und stellten ihre Fahrkünste an Bord der schwergewichtigen Vehikel unter Beweis. Diesmal stand nicht die Geschwindigkeit, sondern vielmehr die Geschicklichkeit im Fokus: Es galt, einen Pylonenkurs möglichst ohne Kontakt mit den Hütchen in Bestzeit zu absolvieren. Statt der 730 PS, die das Einsatzfahrzeug der Rennfahrer – der HRT F110 – auf die Grand Prix-Strecken bringt, standen den Rennfahrern dabei 440 PS zur Verfügung. Die bewegen den MAN TGX 440, dessen Zugmaschine es auf ein beachtliches Leergewicht von 7,8 Tonnen bringt – etwa das Zehnfache des Formel-1-Boliden.
Die Lkw hatte das Verkehrsbildungszentrum Mainfranken zur Verfügung gestellt. Doch die Fortbildungsstätte für Berufs-Lkw-Fahrer brachte nicht nur die Wettkampfgeräte, sondern auch eine Konkurrentin mit: Steffi Kache, in dem in Würzburg beheimateten VBZ eigentlich als Sekretärin tätig, nahm ebenfalls hinterm Steuer Platz, um der schnellen Konkurrenz Paroli zu bieten. Zunächst gelang das auch ganz gut: Das Qualifying im Pylonenkurs absolvierte die 27-Jährige als Schnellste – gefolgt von Sakon Yamamoto. Im Rennen hatten die beiden jedoch das Nachsehen: Mit der identischen Zeit von 5,28 Minuten waren sie etwa eineinhalb Minuten langsamer als Bruno Senna, der den lustigen Wettkampf für sich entscheiden konnte. Karun Chandhok nahm die Aktion ausschließlich von der heiteren Seite, wurde dafür jedoch zweimal disqualifiziert.
Im Anschluss ging es dann doch noch um Tempo: An Bord eines Subaru Impreza WRX STI nahmen die Rennfahrer die Gleitfläche im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum unter die Pneus.
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